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Was wird uns das Jahr 2022 aus finanzieller Sicht bringen? Kehrt nach zwei turbulenten und teils chaotischen Jahren – und einem schwierigen Start in das neue Jahr –  endlich wieder etwas Ruhe und Beständigkeit an den Börsen ein? Oder droht aufgrund der Zinswende eine Kurskorrektur?

Wir möchten Ihnen unsere Sicht der Dinge darlegen – und die wichtigsten Fragen beantworten, die uns zum Anfang des Jahres 2022 immer wieder begegnen.

  • Welche Faktoren haben das Jahr 2021 bestimmt?
  • Wie wird sich die Konjunktur ohne enorme fiskalische Stimuli entwickeln?
  • Auf welche Assetklassen sollte man 2022 setzen?
  • In welchen Branchen ist mit hohen Renditen zu rechnen?
  • Was bedeutet eine mögliche Zinswende für Anleger?

Rückblick 2021 – Ein Jahr nach dem Motto “Fahren auf Sicht”

Auch 2021 bestimmte vor allem die Corona-Pandemie das Geschehen an den Märkten. Zunächst startete das Jahr ruhiger als erwartet. Die Ankündigung über die kommenden Impfstoffe machte die Erwartung, dass die Pandemie dadurch 2021 zu einem Ende kommen wird, zur vorherrschenden Meinung. Die Zeichen standen gut für eine langfristige und relativ stetige Erholung.

Leider war das Jahr turbulenter, unübersichtlicher und anstrengender als erwartet. Von Woche zu Woche verbreiteten sich neue Nachrichten. Eine ständig neue Nachrichtenlage zur Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe, politischen Corona-Maßnahmen, neuen Virus-Varianten zwangen uns alle, ständig auf Sicht zu fahren.

Das bedeutet nicht, dass wir von unserer langjährigen und bewährten Strategie abwichen. Im Gegenteil: Mit einer Rendite von +20,48% konnte unser P&S Renditefonds (in der thesaurierenden Variante) das hervorragende Ergebnis von 2020 (+16,55%) noch einmal toppen.

Lektion Nr. 1: Egal wie turbulent die Nachrichtenlage, eine durchdachte Strategie konsequent durchzuhalten ist und bleibt der Königsweg!

Was passiert, wenn die Staaten den Geldhahn zudrehen?

Staatsausgaben werden auch 2022 auf einem hohen Niveau bleiben. Doch im Vergleich zu den Jahren 2020 und 2021 wird es aller Voraussicht nach einen signifikanten Einbruch geben. Dies ist nicht weiter verwunderlich und liegt schlicht und einfach daran, dass Regierungen 2020 und 2021 enorm viel Geld in Umlauf brachten, um die Konjunktur im Angesicht der Pandemie zu stützen.

Von diesen fiskalischen Stimuli profitierte 2021 eine Assetklasse besonders: Aktien. Doch was passiert 2022, wenn die Geldmenge nicht mehr so rapide und umfangreich ausgeweitet wird wie in den beiden Jahren zuvor? Droht bei Aktien ein breiter Kursverfall? Keineswegs!

Es gibt keine Alternative zu Aktien

Aktien werden als Asset-Klasse auch 2022 der große Profiteur des “billigen Geldes” bleiben – auch wenn weniger neues Geld in den Umlauf gelangen wird als 2020 und 2021. Niedrige Zinsen und vom Geld überflutete Märkte bleiben die Treiber dieser Entwicklung.

Am Ende trifft also enorm viel Geld auf ein relativ begrenztes Angebot an Anlageformen, die positive Aussichten auf eine ordentliche Rendite bieten. Für Anleger gibt es also keinen Grund, ein aktienlastiges Depot grundsätzlich umzustrukturieren. Ganz im Gegenteil: Eine Erhöhung der Aktienquote für risikoscheue Anleger, die Aktien immer noch meiden, empfiehlt sich auch 2022 weiterhin!

Lektion Nr. 2: Bei den Assetklassen gilt mit Bezug auf Aktien das „TINA“-Prinzip: TINA – “there is no alternative”. Aktien bleiben auch 2022 alternativlos, wenn man eine solide Rendite erzielen möchte.

Konjunktur 2022: Privater Konsum als Konjunktur-Booster?

Gute Investoren wissen, dass Psychologie im wirtschaftlichen Verhalten von Menschen eine enorm wichtige Rolle spielt. Davon ist wirklich jeder betroffen: Der CEO eines Großunternehmens, der informierte Privatanleger, und auch Otto Normalverbraucher.

Die Pandemie hat Menschen massiv verunsichert – egal ob im privaten oder unternehmerischen Kontext. Wenn es 2022 zu einem Ende der Ausnahmesituation kommt, wird sich der private Haushaltskonsum als entscheidender Konjunktur-Booster erweisen.

Reisen, Restaurantbesuche, Kurzausflüge, Events und entspannte Shopping-Samstage – all dies machte Corona unmöglich – oder zumindest so unangenehm, dass Menschen darauf verzichteten und lieber zuhause blieben.

Otto Normalverbraucher wird also 2022 vieles nachholen, was 2020 und 2021 nicht möglich war. Dies belebt die Konjunktur – und gleicht im besten Fall die negativen Effekte aus, die sich aus den wegfallenden Stimuli durch Staatsausgaben ergeben.

Unser Tipp für 2022: Konjunktursensible Branchen könnten die großen Gewinner sein

Dieses Jahr könnten die sogenannten konjunktursensiblen “Zykliker” zu den großen Gewinnern am Aktienmarkt gehören. Dazu gehören typischerweise Aktien von Unternehmen aus bestimmten Branchen wie etwa Stahl, Öl und Gas, Automobilbau und Chemie.

Doch warum werden gerade solche “klassischen” Branchen wieder attraktiv? Wir gehen davon aus, dass 2022 viele Probleme dieser Branchen deutlich geringer ausfallen, als zu den Hochjahren der Pandemie.

Konkret bedeutet das: Lieferketten werden wieder in Gang kommen und bei vielen Rohstoffen sollten die Preise sinken. Das bedeutet wiederum: Weniger Mangel an Mikrochips und Halbleitern, günstigere Energie, und billigere Baustoffe.

Zudem verhielt es sich bei den Unternehmen in 2020 und 2021 ähnlich wie bei den Verbrauchern: Wegen großer Unsicherheit scheute man Ausgaben. Viele Unternehmen warten nun also geradezu darauf, 2022 endlich wieder mit “Vollgas” zu investieren.

Doch was bedeutet das alles nun für die Investition in Aktien? Investitionen in zyklische Value-Titel könnten 2022 zu den ganz großen Gewinnern gehören. Profitieren könnten davon neben klugen Investoren im übrigen besonders entsprechende Unternehmen in Europa und Japan – und damit die beiden Wirtschaftsräume insgesamt.

Zu den Verlierern 2022 könnten hingegen hoch- bis überbewertete Unternehmen im Technologiebereich gehören, deren unternehmerische Kennzahlen die teilweise extrem stark gewachsenen Kursbewertung aus den Pandemie-Jahren nicht länger tragen werden.

2022 könnte also ein Jahr der Neubewertungen und Favoritenwechsel werden, in dem Investitionen in konjunktursensible Value-Titel besonders gute Chancen auf eine hohe Rendite bieten.

Lektion Nr. 3: Value-Aktien von vielversprechenden Unternehmen aus konjunktursensiblen Branchen sind 2022 besonders aussichtsreich.

Die „Gretchen-Frage“ 2022: Was machen die Notenbanken?

Investoren auf der ganzen Welt warten bereits jetzt verunsichert auf den März diesen Jahres, denn dann verkündet die amerikanische Notenbank “Federal Reserve” (FED) aller Voraussicht nach eine Kehrtwende – weg von der übermäßig expansiven Geldpolitik.

Alarmiert von einer Inflation, die im Dezember 2021 in den USA die Marke von 7 Prozent erreichte, wird die FED wohl darauf setzen, den Geldfluss zu reduzieren. Das wichtigste Instrument dabei ist die Erhöhung der Leitzinsen.

Auch Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), äußerte sich in diesem Jahr mehrmals zunehmend offen gegenüber schrittweisen Zinserhöhungen, welche bereits 2022 beginnen könnten. Auch in Europa ist es die unerwartet hohe Inflation, welche die EZB zu einer Kursänderung bewegen könnte. Vor nicht allzu langer Zeit bekräftigte Lagarde noch Ihre Ansicht, dass eine Leitzinserhöhung nicht nötig sei.

Wann und wie werden die Zinsen erhöht?

Bisher kann man im Detail noch nichts über den Umfang künftiger Zinserhöhungen sagen. Experten erwarten in den USA aber 2022 mindestens drei Zinserhöhungen, sodass der Leitzins bis zum Jahresende auf etwa 0,75 bis 1,0 Prozent steigen könnte.

Auch für das Folgejahr rechnen führende Analysten mit weiteren Erhöhungen. Demzufolge könnte der Leitzins dann Ende 2023 zwischen 1,5 und 1,75 Prozent liegen.

Doch wo liegt nun eigentlich für das Risiko der sogenannten Zinswende?

Unklarheit über Zinsen hängt wie eine dunkle Wolke über den Märkten

Das Risiko liegt vor allem im Ausmaß und der Qualität der Zinserhöhungen. Werden die Zinsen zu schnell und zu stark erhöht, werden die Märkte empfindlich reagieren. Bereits jetzt, am Beginn des Jahres 2022, spüren wir genau diese Unsicherheit über das Ausmaß der Zinserhöhungen – und Unsicherheit ist nie ein Freund der Märkte, denn Investoren wie Unternehmen brauchen vor allem eins: Planbarkeit und Sicherheit.

Sollten sich Anleger nun also den Kopf darüber zerbrechen, wie und wann die EZB oder die FED die Zinsen erhöht? Keineswegs! Auch wenn die Zinswende – die tatsächlich eher ein “Zinswendchen” werden könnte – 2022 bereits jetzt als Thema dominiert, so gilt weiterhin: Die Investition in Aktien solider Unternehmen zu guten Kursen bleibt eine sichere und vielversprechende Strategie der Vermögensanlage.

Lektion Nr. 3: Die Notenbanken werden 2022 die Zinsen erhöhen. Dies könnte zu vorübergehenden Turbulenzen an den Märkten führen. Mit einer soliden Investment-Strategie können sich Anleger jedoch frühzeitig dafür wappnen und vielleicht sogar zu den Gewinnern der Zinswende gehören.

Wenden Sie sich bei Fragen direkt an unsere P&S Finanzexperten

Unsere Experten stehen Ihnen bei Fragen zur Vermögensanlage gerne zur Seite! Bei Interesse am P&S Renditefonds finden Sie außerdem hier weitere Informationen. Sie können über Ihre Bank außerdem direkt in den Fonds investieren.

Bleiben Sie optimistisch und halten Sie Kurs – auch in stürmischen Zeiten. Wir stehen Ihnen dabei immer gerne zur Seite!

 

*Die Wertentwicklung in der Vergangenheit bietet keine Garantie für die zukünftige Entwicklung des Wertes einer Anlage. Der Inhalt dieser Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information über Produkte und Dienstleistungen der P&S Vermögensberatungs AG. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar.

Es ist ein positives Signal: Immer mehr Menschen in Deutschland vertrauen die Verwaltung ihres Vermögens professionellen und unabhängigen Vermögensverwaltern an. Dabei können sich die Ergebnisse durchaus sehen lassen, wie eine Analyse von Prof. Dr. Hartwig Webersinke vom des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) zeigt.

Kundenbetreuung hat höchste Priorität

Mit keiner Tätigkeit verbringen unabhängige Vermögensverwalter in Deutschland mehr Zeit als mit dem direkten Kontakt zu Kunden. Im Schnitt sind es rund 40% der gesamten Arbeitszeit, die auf die unmittelbare Kundenbetreuung entfallen. Wahrscheinlich wäre der Wert noch höher, wenn nicht ein Viertel der Arbeitszeit damit verbracht werden müsste, vorgeschriebene Maßnahmen des Gesetzgebers zu erfüllen.

Unabhängig verwaltetes Vermögen in Deutschland wächst stetig

In den letzten zehn Jahren wuchs das professionell und unabhängig verwaltete Vermögen in Deutschland enorm an. Die “Assets under Management” pro unabhängiger Vermögensverwaltung wuchsen in den vergangenen 8 Jahren um 111%. Dieser Zuwachs übersteigt den Zuwachs der Geldmenge in Deutschland im selben Zeitraum (+36%) um ein Vielfaches! Die Branche unabhängiger Vermögensverwalter verzeichnet also einen regelrechten Boom. Doch was genau macht die Branche für Kunden so attraktiv?

Warum entscheiden sich Kunden für einen unabhängigen Vermögensverwalter?

Ein wichtiger Grund ist, dass die Kunden einem unabhängigen Berater und Verwalter mehr Vertrauen schenken, als etwa einem Berater aus dem in Teilen stark provisionsgetriebenen Bankensektor. Auch gut informierten und anspruchsvollen Kunden können Banken oft nicht mehr bieten, was eigentlich gewünscht wird. Zu Einzeltiteln findet dort kaum aktive Beratung statt. Stattdessen werden verstärkt Standardlösungen oder passive Investments verkauft.

Anspruchsvolle Kunden wollen aber bei der Auswahl von Einzeltiteln und Fonds mitreden – und keine Standardlösung vorgesetzt bekommen. Entsprechend fühlen sich bei einem unabhängigen Vermögensverwalter viel besser aufgehoben. Dort erhalten sie eine maßgeschneiderte Lösungen, die ihren Vorstellungen wirklich entspricht – und dies alles kosteneffizient.

Das durchschnittliche verwaltete Depot: Mittleres Risiko, 51% Aktienquote

Die Kunden unabhängiger Vermögensberater wünschen sich im Schnitt eine Vermögensanlage mit mittlerem Risiko. So lag die durchschnittliche Risikoklasse eines unabhängig verwalteten Depots bei 3,2 Punkten (auf einer Skale von 1 bis 5 Punkten).

Die Untersuchung gibt auch Aufschluss über die Aufteilung eines durchschnittlichen Depots nach Assetklassen. Die Asset Allocation sah 2021 demnach wie folgt aus:

  • Aktien: 51%
  • Renten und Rentenfonds: 24%
  • Mischfonds: 11%
  • Liquider Anteil: ca. 5%
  • Gold: 4%
  • Immobilien: 1,5%

Die Mehrheit der Vermögensverwalter geht davon aus, dass die Aktienquote in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird.

Wie geht es weiter? Die Zukunft unabhängiger Vermögensverwalter in Deutschland

Nach Einschätzung des Instituts für Vermögensverwaltung wird die Branche unabhängiger Vermögensverwalter weiter wachsen. Kunden vertrauen ihrem persönlichen Berater und gehen deshalb meist langjährige Beziehungen ein. Besonders in Krisenzeiten wünschen sich Menschen außerdem einen unabhängigen Berater. In einer Zeit, die von Krisen geprägt ist, wird die Nachfrage vieler Menschen nach der Expertise und dem Rat unabhängiger Vermögensverwalter weiter wachsen – und damit auch die Branche.

Wenn auch Sie nach einem unabhängigen Vermögensverwalter suchen, können Sie gerne jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen. Wir freuen uns auf Sie!

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr in Düsseldorf hat der VuV, der Verband unabhängiger Vermögensverwalter, in diesem Jahr nach Berlin eingeladen. Ein neuer Besucherrekord mit über 300 Teilnehmern aus dem Kreise der Vermögensverwalter aber auch der Family Offices und Stiftungen unterstreicht die positive Resonanz aus dem Vorjahr. Weiter lesen

Kooperation mit wikifolio

Kategorie: Vermögensverwaltung
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Seit Herbst letzten Jahres ist die P&S Vermögensberatungs AG eine Kooperation mit wikifolio eingegangen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, einzelne “Vermögensbausteine” in ihrer Entwicklung transparent und auch – völlig unabhängig zu einer Kundenbeziehung zu uns – investierbar zu machen. Weiter lesen